Ärztekammer zu Mangel: Studium ohne Abi keine Lösung

18. Januar 2010

Es fehlen Ärzte in Deutschland, und zwar viele. Nachschub könnte eine Öffnung des Medizinstudiums für Bewerber ohne Allgemeine Hochschulreife sein, die sich über andere Kriterien als das Abitur für die Uni qualifizieren – Berufserfahrung in einem verwandten Beruf beispielsweise. Was so einfach klingt, ist für Mediziner keine Lösung. Zuletzt machte sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) nach einem Bericht auf Echo-Muenster.de gegen das Abiturlose Medizinstudium stark. Dort sehe man das Problem weniger in der Zahl der Bewerber als im Studienangebot. Schon jetzt, so heißt es, müssten Bewerber jahrelang auf pflegerische Berufe ausweichen, um einen der umkämpften Studienplätze zu ergattern. Mit größerer Durchlässigkeit im System könne man dem nicht begegnen. Allerdings, zitiert das Onlinemagazin die Ärzte-Resolution weiter, müsse das Zulassungssystem durch relevante Qualifikationen erweitert werden. Bisher entscheide im Auswahlverfahren “nahezu ausschließlich” der Numerus Clausus.

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