Von Bachelor-Sklaven und Master-Glückspilzen

23. November 2009

Von “Bachelor-Sklaven” zu glücklichen Studenten im Bologna-System – diesen Faden muss man erstmal ziehen. So geschehen auf FAZ.net, wo die Proteste wütender Studenten den Zahlen gegenüber gestellt werden sollen. Während die einen (die Sklaven) mehr Freiheit wollen, würden Bachelor und Master die Abbrecherquote senken, heißt es da. Durch einfache Regeln: Die Bologna-Reform strafft die Lehrpläne und holt vor allen Dingen jüngere “nicht studierfähige” Studenten direkt nach dem Abi ab. Auch Studenten ohne Abitur kommen zur Sprache. Worüber hingegen nicht gesprochen wird, sind diejenigen, die das teuer gewordene Studium nicht mehr eigenständig finanzieren können, weil sich in die Lehrpläne kaum noch ein Job pressen lässt – auch ein Problem der Demonstranten. Die “neuen” Abschlüsse entfalten sich wahrscheinlich erst dort zu ganzer Pracht, wo man zum Lernen richtig Geld in die Hand nimmt: an den privaten Hochschulen. Die haben sich – im Gegensatz zu vielen staatlichen Unis – auch längst auf neue Modelle und Zielgruppen eingestellt…

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