Meister statt Abitur: Hochschulen sollen Zulassung erleichtern
15. Oktober 2009Nur wenige Schüler schaffen ohne Abitur den Sprung an die Universität. Nur 2,5 Prozent der Studenten an Universitäten haben nach einem Bericht auf stern.de den Weg über Fachoberschule oder andere Berufsschulen gewählt, über den dritten Bildungsweg sei so gut wie kein Erstsemester an die Uni gekommen. Das war allerdings 2008: Die Stern-Redakteure beziehen sich auf den Bildungsbericht der Kultusministerkonferenz (KMK) vom Vorjahr. Und heute ist alles anders. Bisher variierten die Zulassungsvoraussetzungen von Bundesland zu Bundesland, will man im Kultusministerium auf Bundesebene die Regeln lockern. So könnte Berufserfahrung, der Meistertitel und andere Qualifikation künftig mit dem Abitur in der Wertigkeit gleichziehen, sofern ein entsprechendes Studium angestrebt wird. Wie heute, nur leichter: Denn möglich ist der Zugang bereits, nur aufwendig. Allerdings können Studenten beispielsweise das lockere Hochschulgesetz in Hamburg nutzen. Wer zum Beispiel ein Fernstudium an der HFH belegt, ist in Hamburg immatrikuliert – ob er nun in München, Hannover oder Wien lebt.
Für die Erfüllung der Wünsche des Ministeriums, den erleichterten Hochschulzugang bundesweit zu realisieren, fehlt bislang noch eine Zustimmung: die der Hochschulen selber. Und die pochen ja gern auf die eigene Autonomie… zum Artikel auf stern.de