CDU: Lehramt mit gutem Abi und Wirtschaft am Lehrerpult?
24. Februar 2009Lehramts-Studenten mit einem Abi-Durchschnitt von 2,0 und Mitarbeiter, die im Auftrag von Unternehmen zwei Stunden pro Woche an Schulen unterrichten – nichts beißt sich so schön wie die Meldungen vom Montag. So hatt Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) in der Bild-Zeitung Unternehmen aufgerufen, Mitarbeiter für den Schulunterricht freizustellen. Schavans CDU-Landesverband sprach sich für eine Mindest-Abiturnote von 2,0 aus, um zum Studium zugelassen zu werden. Kritik erfragte Neues Deutschland vor allen bei den Lehrerverbänden: Weder pädagisch unqualifizierte Laien-Lehrer noch nach angepaukter Abinote selektierte Studenten hält man an der Lehrfront für sinnvoll. Guter Schüler bedeute eben nicht automatisch guter Lehrer, sagte Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), der Zeitung. Schavans Vorstoß erhielt von gleicher Stelle das Prädikat “Bizarre Notlösung”.